09/26/19

Informationsveranstaltung und Kooperationsbörse Mexiko Fahrzeug- und Zulieferindustrie

Mannheim, Leibniz-Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung

Am 26.09.2019 führt AHP International GmbH & Co. KG, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Informationsveranstaltung über die Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Mexiko durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

In dem vorliegenden Projekt wird zum ersten Mal das BMWi-Managerfortbildungsprogramm mit dem BMWiMarkterschließungsprogramm kombiniert. 22 mexikanische Manager aus der Fahrzeugbranche absolvieren das Managerfortbildungsprogramm im September 2019 und geben ihr Expertenwissen zu verschiedenen Segmenten und Themenbereichen der Fahrzeugbranche während der Informationsveranstaltung aus erster Hand an die deutschen Teilnehmer weiter. Des Weiteren werden Teilnehmer die Chance haben an einer Kooperationsbörse teilzunehmen, um so erste Business-Kontakte mit Managern und Experten aus Mexiko zu knüpfen.

 Das deutsche Interesse an Mexiko ist groß. Mexiko hat Brasilien als wichtigstes Zielland für deutsche Ausfuhren in Lateinamerika abgelöst. Im vergangenen Jahr erreichten die Exporte nach vorläufigen Zahlen ein Volumen von 11,1 Milliarden Euro, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Knapp 20 Prozent der deutschen Exporte in die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas stammten aus Baden-Württemberg.

Allerdings stehen die Industrien beider Länder und ihre Wirtschaftsbeziehungen aktuell vor großen Herausforderungen. Mexiko ist durch US-amerikanische Handelsschranken bedroht, und damit auch die zahlreichen deutschen Unternehmen, die dort engagiert sind. Beiden Ländern steht struktureller Wandel ins Haus, insbesondere durch die allumfassende Digitalisierung und Automatisierung. Disruptionen sind angesagt, die auch die bilaterale Zusammenarbeit beeinflussen werden.

Dabei waren die deutsch-mexikanischen Beziehungen bisher von Kontinuität und Entwicklung geprägt. Dies geht mehr als 200 Jahre zurück auf die Forschungsreisen Alexander von Humboldts. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Mexikos. Automobilindustrie, Chemie, Pharma, Elektronik und Logistik sind Schwerpunkte. Das mexikanische Wirtschaftsministerium hat mehr als 1.900 Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung registriert. Deutsche Firmen investierten nach Schätzungen der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer (CAMEXA) kumuliert etwa 35 Milliarden Dollar in Mexiko. Über 150 deutsche Automobilzulieferer haben eigene Standorte in Mexiko. Laut des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) haben dort seit 2010 rund 40 Unternehmen einen Standort eröffnet.

Robotik, Automatisierung, Internet of Things und Big Data: die vernetzte und somit flexiblere Produktion Industrie 4.0 eröffnet den mexikanischen Unternehmen viele neue Möglichkeiten. In den vergangenen Jahren hat die mexikanische Industrie ein beachtliches Wachstum erlebt, angetrieben vor allem durch die Automobilindustrie. Um weiterhin auf dem Weltmarkt mithalten zu können, setzt Mexiko auf die Industrie 4.0, welche Herstellern eine Produktionssteigerung von bis zu 25% ermöglicht und somit ebenfalls eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im globalen Umfeld. Rund 59% der Unternehmen aus den Sektoren Kfz, Elektronik und Medizintechnik rüsten, einer Studie von Siemens zufolge, ihre Fertigung bereits mit Prozessautomatisierung, Robotik und vernetzten Maschinen auf. Die Einführung der Technologien wächst schnell, jährlich um ca. 8%. In diesem Prozess entstehen für deutsche Unternehmen zahlreiche Chancen ihre Expertise und das fachliche Know-How sowohl der Industrie 4.0, als auch der bereits vollzogenen Digitalisierung der Produktionsprozesse nach Mexiko zu exportieren. Wichtige internationale Hersteller und Anwender von Industrie 4.0 sind bereits in Mexiko vertreten, unter anderem auch Festo und Ancud, die auf der Veranstaltung dabei sein werden, um über ihre Erfahrungen zu berichten und Tipps für ein Mexikoengagement zu geben. Neben Siemens und Thyssen Krupp Industrial Solutions zählen von deutscher Seite die Unternehmen Bosch, SAP und Kuka zu den führenden Anbietern von Automatisierungsausrüstung, -integration und -software in Mexiko.

Zahlreiche wichtige internationale Hersteller und Anwender von Industrie 4.0 sind in Mexiko vertreten, so beispielsweise führende deutsche Anbieter von Automatisierungsausrüstung. Neben Siemens und Thyssen Krupp Industrial Solutions zählen von deutscher Seite die Unternehmen Bosch, Festo, Pepperl+Fuchs, SAP, T-Systems, Dürr und Kuka zu den führenden Anbietern von Automatisierungsausrüstung, -integration und -software in Mexiko.

Auf dem Außenwirtschaftsportal iXPOS www.ixpos.de/markterschliessung kann eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU abgerufen werden.

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