GIZ Managerfortbildung für eine branchenübergreifende Delegation aus Ägypten

Mannheim vom 26. Februar bis 23. März 2018

AHP International ist offizieller Partner der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) bei der Durchführung des Managerfortbildungsprogramms im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Das BMWi-Managerfortbildungsprogramm ist ein Instrument der deutschen Außenwirtschaftsförderung. Unter dem Motto „Fit for Partnership with Germany“ ist es das Ziel, ausländische Führungskräfte gezielt auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperation mit deutschen Unternehmen vorzubereiten. Geschäftsführer und leitende Manager aus Schwellenländern sollen Zugang zu deutschem Management-Know-how sowie zu deutschen Firmen, Branchenverbänden, Netzwerken und Clustern erhalten.

AHP International betreut vom 26. Februar bis 23. März 2018 eine Delegation von 22 jungen Führungskräften erfolgreicher Unternehmen aus dem wirtschaftlich aufstrebenden Land Ägypten. Im Rahmen des vierwöchigen Aufenthaltes in Deutschland sieht das Programm Gruppenbesuche bei führenden deutschen Firmen sowie Einzelbesuche bei potentiellen deutschen Geschäftspartnern vor, um so die deutsch-ägyptischen Wirtschaftsbeziehungen gezielt zu fördern und direkte Kontakte zu ermöglichen.

Insbesondere deutsche Mittelständler profitierten von dem Programm. Sie knüpften Kontakte zu ausgewählten ägyptischen Unternehmen mit großem Potential und können dadurch eine Grundlage für künftige grenzüberschreitende Kooperationen legen.

Ägypten ist mit rund 95 Mio. Einwohnern und einem BIP von über 332,35 Mrd. USD im Jahr 2016 nicht nur ein attraktiver Absatzmarkt, sondern bietet auch vielfältige Kooperationsmöglichkeiten. Das zweitstärkste industrialisierte Land in Afrika nach Südafrika bietet nicht nur durch die geografische Lage mit Verbindung zum Suezkanal gute Bedingungen für Handelspartnerschaften.

Die EU ist einer der größten Handelspartner und Direktinvestoren. Die deutsch-ägyptische Bindung hat eine lange Vergangenheit, die auf dem Grundstein des bilateralen Kulturabkommens zur Förderung der Kultur- und Wissenschaftsbeziehung im Jahre 1960 beruht. Das in 2004 abgeschlossene Europa-Mittelmeer-Assoziierungsabkommen verdoppelte fast den bilateralen Handel zwischen der EU und Ägypten in den zehn Jahren bis 2014. Nach dem Ende der fünfzehnjährigen Übergangszeit in 2019 sollen durch die europäisch-ägyptischen Freihandelszonen alle Zölle und Handelshemmnisse zwischen den Ländern wegfallen ausgehend von dem Vertragsschluss in 2004. Dies macht den ägyptischen Absatzmarkt und die Exportmöglichkeiten noch attraktiver für deutsche Unternehmen.

Deutschlands Exporte nach Ägypten betrugen im Jahre 2016 4,4. Mrd. EUR, was einem Plus von 34 % zum Vorjahr entspricht und umfassten vor allem Maschinen und Anlagen (2,6 Mrd. EUR) sowie Chemieprodukte (515 Mio. EUR). Die positiven Prognosen für 2017, die ein noch größeres Wachstum versprochen hatten, wurden im September bestätigt – die Marke von 4,4 Mrd. EUR in 2016 wurde in nur neun Monaten geknackt. Besonders kleine und mittelständige Unternehmen profitieren von der Verbindung und der Expertise der deutschen Unternehmen.

Der Besuch von Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel in Kairo im April 2016 samt großer Unternehmerdelegation unterstrich die Bedeutung Ägyptens für die deutsche Wirtschaft. Gespräche wurden u.a. mit dem Präsiden Al-Sisi, Außenminister Shoukry und Industrieminister Kabil geführt. Themen zu Energie- und wirtschaftspolitischen Fragenstellungen standen auf der Tagesordnung. Zusätzlich nahm der Bundesminister für Wirtschaft und Energie an der 3. Sitzung der Deutsch-Ägyptischen Gemischten Wirtschaftskommission in Kairo teil. Die technische sowie finanzielle Zusammenarbeit bei der bilateralen öffentlichen Entwicklungsarbeit steigt zunehmend.

In der Wirtschaftsdelegation werden Unternehmen aus dem Konsumgüterbereich (u.a. Lebensmittel, Kosmetik, Textilien und Möbel), der Investitionsgüterindustrie (u.a. Maschinenbau), der industriellen Zulieferung, der Bauwirtschaft und Chemie- und Kunststoffindustrie vertreten sein.

Bereits in 2016 und 2017 betreute AHP International u.a. Gruppen aus dem Partnerland Ägypten und es konnten erfolgreiche Export- und Importvorhaben mit deutschen Unternehmen umgesetzt werden.

Bei Rückfragen zum Programm und Interesse an einem Kontakt zur ägyptischen Delegation oder einzelnen Teilnehmern setzen Sie sich bitte in Verbindung mit:

Dr. Linda von Delhaes-Guenther (Projektleiterin)

E-Mail: delhaes(at)ahpkg.de

Tel: 06221 / 91 571 10

 

Weitere Informationen über das Format der GIZ Managerfortbildung finden Sie hier.

 

 

Ansprechpartner

Dr. Linda von Delhaes-Guenther
delhaes(at)ahpkg.de

Details

Weiterführende Dokumente

Die Delegationsbroschüre mit Unternehmensprofilen der Teilnehmer finden Sie hier.